Steuern fürs Auto senken – der Umwelt zuliebe

Man zahlt zu viele Steuern, zumindest findet das fast fede und jeder, mindestens insgeheim, gerne aber auch lauthals. Am Stammtisch oder in der Zeitung. Manche Steuern machen sicherlich mehr Sinn als andere und es gibt Bücher über „legale Steuerticks“, mit denen man es schaffen kann, seine Abgaben zu senken. Doch manchmal kann man auch das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.

Höhere Abgaben für höheren CO2-Ausstoß

Bei aller Nützlichkeit von Automobilen und bei aller Vernarrtheit lässt es sich nicht von der Hand weisen, dass die Fahrerei eine erhebliche Belastung der Umwelt darstellt. Tatsächlich sagt man, dass in der Bundesrepublik jährlich ca. 14.000 Menschen an den Schäden leiden, die durch Dieseltreibstoff verursacht werden. Von den Pflanzen ganz zu schweigen. Kein Wunder also, dass man die Abgasausstöße von Automobilen besteuert. Je umweltschädlicher ein Auto ist, desto teurer ist es, es zu unterhalten.

Doch wenn man so weit geht, sein Auto ein wenig umzurüsten und so seinen guten Willen tut, etwas für seine Umwelt und seinen Planeten zu tun, werden diese guten Taten am Ende zum Teil gar entlohnt. In einer Gesellschaft, in der sich Eier von Hühnern am besten verkaufen, die in Käfigen leben müssen, käme man wohl auch nicht sehr weit damit, auf den guten Willen der Mitmenschen zu setzen. Denn wenn er nicht gerade Geld dafür bekommt, tut sich der Bundesbürger in den allermeisten Fällen schwer damit, Gutes zu tun.

Umweltschutz kann sich bezahlt machen

Wenn schon kaum ein Deutscher und kaum eine Deutsche etwas für die Umwelt tun möchte, zumindest nicht um ihrer selbst willen, dann halt nicht aus freien Stücken, sondern mit dem Angebot von Ersparnissen. Denn darauf sprechen die Bürger der Bundesrepublik an – ein Denken, das in dem marktwirtschaftlichen Teil natürlich auf fruchtbaren Boden fiel. Doch wie stellt sich nun die Belohnung von moralischem Handeln dar? Nun, man kann, wenn man sein Auto entsprechend ausstattet bei der Steuer sparen. So kann es zum Beispiel helfen, einen Rußpartikelfilter einbauen zu lassen. Eine solche Umrüstung kann sich dann insofern bezahlt machen, als das sie durch die mit ihr einhergehenden Senkung der individuellen KFZ-Steuer das Auto günstiger im Unterhalt macht, als einen konventionellen Diesel.

Eine solche umweltfreundliche Umrüstung der Abgasanlage kann demnach bares Geld wert sein. Schöner wäre es sicherlich, wenn das Ganze aus freien Stücken geschehen würde. Eine angenehme Abwechslung für eine bewusstere Minderheit, wenn der Fall dann doch einmal eintritt, aber es ist schon einmal mehr als nichts, wenn die Leute zumindest durch Anreize dazu gebracht zu werden, sich ihrem Planeten gegenüber ein wenig fairer zu verhalten.

Der Beitrag wurde am Freitag, den 13. August 2010 um 10:16 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
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