Beitragserhöhungen – Was ist zu tun?

Alles scheint teurer zu werden. Zum Jahreswechsel haben viele Krankenversicherungen ihre Beiträge erhöht, der Mietspiegel steigt in vielen deutschen Metropolen unaufhörlich und eingedenk des zügigen Atomausstiegs werden wohl auch die Stromtarife bald in die Höhe schnellen. Natürlich käme es den Verbrauchern gar nicht gelegen, wenn jetzt auch noch die Autoversicherungen ihre Beiträge erhöhen würden! Besonders beliebt sind Erhöhungen rund um den Jahreswechsel, weil im Feiertagsstress dann meist nicht rechtzeitig gekündigt wird und zumindest im Dezember der Kundenstamm erhalten bleibt. Doch was kann man tun, wenn man das nicht einfach so hinnehmen möchte?

Was man wissen sollte

Die meisten Verbraucher wissen nicht, was im Falle einer Beitragserhöhung zu tun ist. Der Verbraucherschutz rät allen Bürgern, drastische Beitragserhöhungen nicht einfach so hinzunehmen. Die Lösung des Problems ist meist recht einfach: Wenn die jeweilige Versicherung die Kunden davon unterrichtet, dass die Beiträge für Kfz-Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko erhöht werden, hat der Versicherte ein Sonderkündigungsrecht. Die Autoversicherung kann in einem Zeitfenster von vier Wochen ganz einfach gekündigt werden. Neben dieser zeitlichen Frist gibt es auch noch einige weitere Vorgaben, die die Form der Kündigung betreffen. Sie muss vor allem schriftlich erfolgen und wenn man auf Nummer sicher gehen will, sollte man die Kündigung der Autoversicherung als Einschreiben mit Rückschein zukommen lassen. In dem aufgesetzten Kündigungsschreiben sollte man direkt auf die unverhältnismäßige Beitragserhöhung Bezug nehmen und obendrein den Begriff “Sonderkündigungsrecht” verwenden. Es empfiehlt sich auch, um eine schriftliche Bestätigung der fristgerechten Kündigung zu bitten. Auf diese Weise steht man immer auf der sicheren Seite. Den Versicherungen wird auf diese Weise auch gezeigt, dass die Kunden nicht gewillt sind, Erhöhungen, die der wirtschaftlichen Stabilisierung des Versicherers dienen, kommentarlos hinzunehmen. Das Leben in Deutschland wird immer teurer, obwohl wir eigentlich eines der sparsamsten Völker auf dem Erdenrund sind. Die Deutschen sparen bei dem Versandhändler, bei ihren Energiekosten und selbst im Supermarkt wird sich gerne gebückt, um auch wirklich die günstigsten Angebote zu finden. Warum also sollte man es hinnehmen, wenn die Autoversicherung plötzlich merklich teurer wird, ohne dass man selbst etwas dafürkönnte?

Wie der Wechsel funktioniert

Das ist nun wirklich kein Kunststück! Im Internet finden sich viele Vergleichsportale, auf denen man anhand seiner persönlichen Daten den günstigsten Versicherer ausfindig machen kann. Selbstverständlich sollte man die vertraglichen Konditionen trotzdem noch einmal ganz genau unter die Lupe nehmen, bevor man sich letztendlich für eine neue Autoversicherung entscheidet. Die Hauptsache ist, man erliegt nicht dem Irrglauben, dass der 30. Dezember der magische Zeitpunkt ist, der für einen Versicherungswechsel nicht überschritten werden darf!

Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 19. Januar 2012 um 11:08 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
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